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Camp Kern

Das waren 3 Tage in der "Wildnis"..

Wir sind Mittwoch Vormittag mit dem typischen amerikanischen Schulbus von der Schule aus losgefahren. Nach einer knappen Stunde waren wir dann auch schon im Camp.
Übernachtet wurde aber nicht im Zelt sondern in einem Bungalow... der "Elk Lodge"

Den ersten Teil des Tages haben wir mit Spielen für die Kinder verbracht und wir "Lehrer" konnten uns entspannen. Nach dem Mittag (auf das ich nicht näher eingehen muss, weil es wahrscheinlich typisch für solche trips ist) ging es dann auf in die Wälder. Das war wahrscheinlich für uns alle gleich spannend..

Abends ist dann nicht mehr soooo viel passiert. Mit den Mädchen gab es keine Probleme, die Jungs waren ein bißchen lauter, aber das haben wir auch in den Griff bekommen. Außerdem hatten wir ein paar Probleme mit einem unserer "Diabetis-Jungs". Von 40 Kindern waren immerhin 3 "zuckerkrank". Nachdem sich seine Werte dann aber auch irgendwann wieder normalisiert haben konnten wir auch irgendwann schlafen gehen.

Am zweiten Tag ging es vormittags wieder in die Wälder. Das Wetter hat nicht unbedingt mitgespielt, aber man gewöhnt sich an den Regen. Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Für uns ging es zuerst zum "Survival Training". Die Kinder sollten mit Hilfe von einer Packung Streichhölzer ein paar ML Wasser zum kochen bringen und einen "Unterschlupf" bauen. Sie haben ein erstaunlich großes Feuer zu stande gebracht. Ihre "Hütte" war dafür nicht ganz sooo gut. Könnte daran liegen, dass die meisten mehr mit dem Feuer beschäftigt waren... das war natürlich auch ein bißchen interessanter. Danach ging es dann zur "Zip Line". Mir fällt gerade das deutsche Wort dafür nicht ein. Eine Art Seilbahn, die von einem ca. 10m hohen Turm abwärts ging.
Nach dem Essen ging es dann zum Little Miami River, wo wir eigentlich auf eine White Water Rafting Tour gehen wollten. Wir mussten leider ein paar Abstriche beim Thema White Water machen... aber eine Rafting Tour war es dann ja trotzdem noch. Andi (unser 7.Klasse-Lehrer) und ich hatten leider die Truppe die mehr mit Reden und Schwimmen beschäftigt war als mit Paddeln. So wie es aussah hatten alle Kindern Angst davor ins Wasser zu fallen außer unsere Jungs (und Mädchen). Die haben schon nach der ersten Meile gefragt, ob sie nicht einmal schnell ins Wasser springen dürfen. Irgendwann war es dann auch soweit... letztendlich musste aber wirklich jeder mindestens einmal ins wasser, da der Fluss an manchen stellen einfach zu flach war um zu paddeln. An den stellen musste das boot dann getragen werden.

Nach dem dinner ging es dann noch auf eine Nachtwanderung. Eigentlich sollten die kinder dabei auch wieder viel lernen, aber dazu ist es nicht so wirklich gekommen, weil andi mehr damit beschäftigt war die kinder zu erschrecken, als sie in ruhe unserer führerin zu hören zu lassen. Am ende wurden dann nur noch geistergeschichten über den see vor unserer haustür erzählt, die komischerweise sogar von jedem geglaubt wurden.
Deshalb haben wir uns dann auch entschieden, dass wir das ganze spiel noch weitertreiben müssen, wenn die kinder im bett sind. Deshalb durfte ich nachts noch mit einem mädchen zusammen in "verkleidung" nach draußen vor das fenster der jungs um ein bißchen lärm zu machen... was letztendlich zu einer kleinen "massenpanik" in unserem bungalow geführt hat.

Nachdem die kinder dann ihren schreck hatten, ging es für uns lehrer los, weil unser "Katastrophen-Radio" die ganze nacht über anging. Wir hatten 2 Tornado-Warnungen. Der Chef vom Camp konnte uns aber beruhigen, da die Warnungen nicht für uns galten. Die Tornados waren etwas weiter südlich.

Heute vormittag gab es noch einen Orientierungslauf über das gelände. Nur mit Karte und Kompass und dann ging es wieder im Bus zurück zur Schule.

Insgesamt war es ein echt lustiger Trip. Ich hatte viel spaß mit Lehrern und schülern.

Außerdem habe ich es mal wieder geschafft nicht ein einziges Foto zu machen. Aber keine angst. Brooke und Emily haben fotografiert und sie wollen die Fotos noch rumschicken. Sobald ich sie bekomme, werde ich ein paar hier reinstellen

Ich werde mich jetzt noch ein bißchen entspannen und heute nachmittag geht es dann auch schon wieder zum frisbee.

Das war die kurzfassung von unserem Camp-Aufenthalt.

Bis dann
Buddy
19.10.07 20:48
 


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